20. November 2009
Mountbike-Profi Stefan Gorscak nach Unfall: "Eine neue Matratze hat für mich die Lösung gebracht"
Ein Unfall bringt das Leben ganz schön durcheinander: Man muss sich um die medizinische Behandlung und Nachsorge kümmern. Aber auch in Arbeit, Freizeit und Alltag gilt es, einiges zu organisieren. So ging es auch Stefan Gorscak. Nach einer schweren Schulterverletzung war zwar die Operation erfolgreich, doch mit dem Schlaf hatte der Malermeister und Mountainbiker Probleme. Bis er eine Matratze fand, wo beim Liegen nichts mehr drückte.
Stefan Gorscak ist selbständiger Malermeister aus Leidenschaft. „Meinen Job will ich mit keinem anderen tauschen“, sagt der 32-Jährige aus Unterschleißheim bei München. Ebenso passioniert betreibt er das Mountainbike-Fahren. Bis zu drei Stunden täglich trainiert der drahtige junge Mann. Für beides war vor Kurzem erst einmal Zwangspause angesagt.
Denn bei einem Mountainbike-Rennen hat sich Gorscak den kompletten Bandapparat in der linken Schulter gerissen, so dass das Schlüsselbein lose nach oben wegstand. „Klaviertastenphänomen" heißt es im medizinischen Bericht dazu. „Eine Verletzung an der Schulter ist natürlich gerade für einen Malermeister fatal“, kommentiert das Unfallopfer.
Doch auch im Alltag gab es einige Umstellungen. Um das Schultergelenk stabil zu lagern, bekam Gorscak ein so genanntes Abduktionskissen. Dabei ruht der Arm in einer Lasche, das Kissen sorgt für Abstand zum Körper, Gurte über Brust und Hüfte fixieren den Bewegungsapparat. „Das ist ein wenig, als hätte man eine Handtasche unter den Arm geklemmt“, beschreibt es der Verletzte. „Eigentlich ist das gar nicht unangenehm, nur beim Schlafen bin ich nicht zurecht gekommen gekommen.“ Das Abduktionskissen war gerade beim Einschlafen und Umdrehen stören.
Den Schlaf wieder gefunden
Doch als ambitionierter Sportler weiß Gorscak, wie wichtig ein erholsamer Schlaf für Regeneration und Rehabilitation ist. „Eine neue Matratze hat für mich die Lösung gebracht“, meint er. Er hat sich für iSURO entschieden. Sie ist mit Tausenden kleinen Kunststoffperlen gefüllt. Diese schmiegen sich beim Liegen konturgetreu dem Körper an. „Ich habe mich reingelegt und sofort die richtige Einschlafposition gefunden“, erzählt Gorscak. Für ihn steht fest: Der erholsame Schlaf ist für seinen Heilungsprozess genau so wichtig wie eine gelungene Operation, professionelle Physiotherapie und ein langsamer Trainingsbeginn. „Definitiv würde ich die iSURO nach Verletzungen empfehlen“.
Doch auch um sportliche Höchstleistungen bringen zu können, schwört Gorscak auf Schlaf: „Vor den Rennen, die nicht so gut waren, habe ich auch schlecht geschlafen.“ Vor einem Rennen gönnt sich der Sportler mindestens acht Stunden schlaf. „Bei nicht ausreichendem Schlaf kann nicht das ganze Können abgerufen werden“, ist der Mountainbiker überzeugt. Daher könnte er es sich auch gut vorstellen, immer eine Auflage mit einer Füllung aus iSURO-Perlen mitzunehmen. „Gerade im Trainingslager oder auf Etappenrennen müsste man so nicht auf das angenehme Liegegefühl verzichten“, meint Gorscak.
Mit dem Rad über die Alpen
Doch wie geht die sportliche Karriere weiter? Erst vor wenigen Jahren hat der frühere BMX- und Rennradfahrer seine Begeisterung für den Mountainbike-Sport entdeckt. Seit 2009 ist er offizieller Teamfahrer bei Zwillingscraft. Auf Anhieb hat er bei der deutschen Meisterschaft den 26. Platz erreicht. Auch die teaminterne Qualifikation für die TransAlp, eine Alpenüberquerung, hatte der Amateur schon in der Tasche. „Die TransAlp ist das härteste Etappen-Rennen der Welt und auch das bekannteste. Das Mitfahren ist schon super.“ Doch ein anderes Etappen-Rennen, die Trans Germany, hat diesen Traum Ende Juni zerstört. Das Rennen führt in sieben Tagen von Hessen nach Sachsen. An Tag vier geschah es: „Ich scherte kurz aus, um an der Gruppe vorbeizuschauen und übersah einen nicht gekennzeichneten Pfosten“, erzählt Gorscak. Er rammte den Pfosten und flog über das Lenkrad. „Man kann keinem einen Vorwurf machen, weder den Veranstaltern noch sich selbst“. Erst wollte er sofort wieder aufsteigen, dann sah er den Bruch am Schlüsselbein „Der Schmerz war nicht tragisch, halb so wild“, so Gorscak. „Im ersten Moment hab’ ich nur ans Rennen gedacht.“ Der Schock kam erst, als der Arzt gesagt hat, dass eine Operation nötig sei: „Rennen gelaufen, TransAlp gelaufen, Job gelaufen“, fasst Gorscak seine Gedanken zusammen.
Sein Mountainbike-Team hat ihm den Kontakt zur ATOS-Privatklinik in München hergestellt. Mit Professor Peter Habermeyer nahm sich schon einen Tag nach dem Unfall ein absoluter Spezialist der verletzten Schulter an. „Die Operation war eine sehr komplizierte Sache“, meint Gorscak. Trotzdem sei alles problemlos verlaufen. Nun kümmert sich „Gorsci“, wie ihn seine Freunde nennen, um seine Reha. Tägliches Training auf der Rolle gehört dazu. Auch das Mountainbike lockt nach zwei Monaten Pause wieder. „Allerdings nur bergauf, das ist schonender für die Schulter“. An Rennen ist dann erst 2010 wieder zu denken. Vielleicht klappt es dann ja mit Gorscaks Traum – einer Teilnahme an der TransAlp.
Im Beruf ist er jetzt schon wieder allmählich aktiv. Und für seinen Alltag hat die Verletzung immerhin etwas Gutes gehabt: Der Sportler hat die Matratze gefunden, die ihm zu erholsamem Schlaf verhilft.
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